Gospel


Hier gibt es allgemeine Informationen über Gospelmusik!


Gospelmusik:

Gospel, eine populäre amerikanische Liedform mit religiösen Inhalten, die um 1870 entstand. Ursprünglich entstand der Gospel aus spontanen Zurufen von Gemeindemitgliedern während der Auslegung des Evangeliums durch den Prediger. Ein frühes Beispiel der Gospelmusik ist „I Love to Tell the Story” (1869) von William Fischer. Die Texte, insbesondere diejenigen von Fanny Crosby, beschäftigen sich meist mit Errettung und Bekehrung. Bis 1930 hatte sich eine eigene Gospelmusik der Schwarzen entwickelt. Der Gesang, der sich mitunter zu einem ekstatischen Tanz steigert, wird normalerweise mit Klavier oder Orgel, oft auch durch Klatschen, die Verwendung eines Tamburins und elektrischer Gitarren unterlegt. Zu den wichtigsten Interpreten gehören Rosetta Tharpe und Mahalia Jackson. Die weiße und die schwarze Gospelmusik unterscheiden sich zwar weiterhin voneinander, sie bedienen sich aber inzwischen desselben Repertoires. Stilmerkmale und Ausdrucksmittel des Gospels hatten vor allem Einfluss auf den Hardbop und Soul.

[Quelle: Microsoft Encarta Enzyklopädie 2005]


Modern Gospel:

Das englische Wort Gospel bedeutet so viel wie: Evangelium. Es ist eine Zusammenziehung der Begriffe Good spell = Gute Nachricht oder God spell = Gott spricht.
Es ist geistliche Musik, die ihre Ursprünge in den Spirituals der schwarzen amerikanischen Sklaven des 19. Jahrhunderts hat.
Spirituals sind eine Mischung aus den Gesängen der protestantischen Amerikaner und den afrikanischen Rhythmen und Gesangsstilistiken.

Die Abgrenzung zwischen dem Spiritual und dem Gospel kann man an einigen prägnanten Punkten festmachen:

Spirituals sind echte Gruppenschöpfungen, während Gospel-Songs in der Mehrzahl von Einzelnen komponiert werden.
Die Bilderwelt des Spirituals entstammt hauptsächlich dem Alten Testament, während die Gospel-Songs sich gewöhnlich auf die Botschaft Jesu Christi und des Neuen Testaments beziehen.
Durch den Einbezug von Jazz-Elementen sind Gospels rhythmisch intensiver, zupackender, vitaler als die meisten Spirituals.

Der amerikanische Markt für Gospels ist weit größer als der für Jazz, er ist in etwa vergleichbar mit dem Markt für Pop oder Country Music.

Gospelmusik unterlag schon immer Einflüssen der musikalischen Umwelt und schafft es so, die Botschaft, d.h. das Evangelium, zeitgemäß an die Zuhörer zu bringen. Anfang des 20. Jh. waren es Blues und Jazz.
Heutzutage spricht man von contemporary gospel bzw. modern gospel. Hierin fließen auch aktuelle Musikstile ein, angefangen von Soul, Funk, HipHop, Pop, Reggae, Rock bis Rap.

Prinzipien wie Call & Response (ein Vorsänger ruft und der Chor oder die Gemeinde antwortet), synkopierte Phrasen und häufige Wiederholungen sind, wie bei den Spirituals, feste Bestandteile vieler Gospelsongs. Auch typische Harmonien in den Chorsätzen sind verbindendes Element aller Gospelsongs.

Allen Gospels gemein ist, dass es um die Botschaft des Evangeliums geht. Vater, Sohn und Heiliger Geist werden gepriesen. Es wird gedankt, gebeten, geklagt. Jesu Auferstehung und die Erlösung der Menschheit sind zentrale Botschaft der Gospelmusik.

Die Gospelmusik kommt in diesen Tagen vielleicht auch so gut an, weil sie die Menschen aus ihrem musikalischen Alltag abholt und darüber hinaus Hoffnung und Kraft spendet.
Ebenso vermittelt sie, anders als die meisten Choräle, eine Fröhlichkeit und Zuversicht und ist damit Ausdruck von Lebensfreude, die der Kirche & ihrer Botschaft sehr gut steht!

[Quelle: www.moderngospelchoir.de]

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